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| Aus dem filos-Programm |
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.... zur intellektuellen Basis menschlichen Seins
Das Denken ist die schwerste,
aber auch die lustigste aller menschlichen Arbeiten. Das Denken
ist die göttliche Arbeit der Menschheit.
[Ewger Seeliger, zitiert in:
.Messias Humor] |
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.... zum Kaneval
Der Karneval wird im Februar
gefeiert; in der baskischen Folklore gilt er als der Monat der
Frauen und der Katzen. Sein Sinn besteht darin, der Sonne mondartig
zu helfen; am Ende des Winters soll er die scheue, erwachende Sonne
durch magisch-regenerierende Handlungen wiederbeleben, in denen
das neue Leben dem alten Tod entgegengesetzt wird: wie z.B. die
Verbrennung einer Puppe oder das Begräbnis der Sardine (die
Ver-wandlung und Wiedergeburt bedeuten sollen) oder wie die kulinarischen
und erotischen Überschreitungen (die eine magische Re-Energetisierung
des Kosmos anstreben). Nicht selten sind Masken vorhanden, die
Wesen und Personen während eines metaphorischen Rituals von
Umfüllungen, Inversionen und vielfältigen Investitionen
kosmonaturalisti-scher Lebensenergie verwandeln. Als Liturgie der
Naturkräfte exorziert der Karneval das Böse und beschwört
das natürliche, kulturelle und psycho-soziale Gute herauf. |
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.... zur aktuellen politischen
Lage:
Ich habe lange nichts über
Politik im Tagebuch angemerkt, und es ist auch gar nicht meine
Absicht, dieselbe sehr zu pflegen. Ist doch der Gang und der Stand
der politischen Verhältnisse überall in der Welt in seltener
Weise jammervoll und wahrhaft niederdrückend. In Deutschland
dauert die alte Misère fort, wir kommen nicht weiter in
irgendeiner Sache, und die gehoffte Einigkeit in allen guten und
billigen Dingen will sich immer weniger gestalten.
Tagebucheintrag am 8. Juni 1863 [aus: .Heinrich Brockhaus: Tagebücher] |
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.... zur Warburg-Edition:
Carl Georg
Heise schreibt über Aby Warburgs Italienreise:
"Äußerlich
begann es mit einer für einige Wochen geplanten Fahrt. […]
Aus den Wochen wurden Monate und schließlich ein volles Jahr.
[…] Wer ihm damals in Florenz, in Rom oder in einer der
vielen kleinen, früher nicht besuchten Städte begegnet
ist, der berichtet wie von unvergeßlichen Begebnissen. Er
wirkte jugendlich und weise zugleich, unbedenklich aufnahmefreudig
für das, was die Stunde bereithielt, und doch schien alles,
was ihm ins Blickfeld geriet, genau das zu sein, dessen er für
den Fortgang seiner besonderen Einsichten bedurfte. Wie einem Magier
verwandelten sich die Dinge unter seinen Händen, und auch
das scheinbar Zufällige gewann Bedeutung."
[aus: .Biester: Register Tagebuch Warburg]
.... zum Schillerjahr:
"Ich
war froh, als die sogenannte Festtafel vorüber war und ich
all dem wüsten Lärmen, wodurch man Schiller zu ehren
glaubte, mich entziehen konnte. An feinere literarische Toasts
war gar nicht zu denken. In einem andächtigern Kreise hätte
ich wohl etwas über Goethe in seinem Verhältnis zu Schiller
gesagt. Daß der Name Goethe bei diesem Feste nicht erwähnt
worden, ist eigentlich eine Schande. Ich hatte dabei an den classischen
Ausspruch Goethes bei Eckermann anknüpfen wollen: 'Nun streitet
sich das Publikum seit zwanzig Jahren, wer größer sei,
Schiller oder ich [...].' Es ist aber ein stiller Toast geworden.
Tagebucheintrag am 9. November
1859 [aus: .Heinrich Brockhaus:
Tagebücher] |
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.... zur aktuellen Debatte
um die Rolle des Zwischenbuchhandels:
"Der
Bucheinzelhandel befindet sich in doppelter Not: Wenn ein Barsortiment
ein Maximum an Funktionen übernimmt, muss es ein Minimum an
Provision zahlen und verschafft sich gleichzeitig die größtmögliche
Profilierung beim Kunden. Pointiert kann man von einer Bezahlung
der Barsortimente sprechen, damit diese die Kunden des Internetgeschäfts
übernehmen können."
[aus: .E-Commerce: Auswirkungen auf den Bucheinzelhandel] |
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.... zum Jahresanfang (vor
150 Jahren):
"Wenn
das Wetter beim Beginn des neuen Jahres ein Bild desselben geben
soll, so wird es entsetzlich in demselben hergehen. Ich besinne
mich keines solchen Unwetters, wie wir es seit einigen Tagen haben;
es ist, als seien alle Elemente aus ihren Fugen und wollen den
allgemeinen Gesetzen der Natur nicht mehr dienen."
Tagebucheintrag am 2. Januar
1855 [aus: .Heinrich Brockhaus:
Tagebücher] |
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