.PHILOSOPHIE/HISPANISTIK

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Andrés Ortiz-Osés
Razón y sentido. Aufsätze zur symbolischen Hermeneutik der Kultur

Der Sinn (in) der spanischen Philosophie

Die Hypothese, die dieser Arbeit zugrundeliegt, geht davon aus, daß die Frage nach dem Sinn in der Philosophie an erster Stelle steht, da sie die "prägnante Bedeutung" alles Menschlichen, Göttlichen und Dämonischen erhellt. Diese prägnante Bedeutung, die den Sinn als Objekt und als Subjekt der Philosophie kennzeichnet, läßt sich umbenennen in "symbolische Bedeutung", was zweifellos in unserem "zivilisierten" Denken heutzutage die Stelle dessen einnimmt, was Ethnologen als das von einem sogenannten "wilden" Denken herkommende totemische Denken entdeckt haben. Der (symbolisierte) Sinn ist nämlich noch immer das Totem der Identifikation von Unterschieden; geändert hat sich im Grunde nur die äußere Hülle des Totems, die früher "naturalistisch" war und heute "kulturalistisch" ist.
Deswegen sind die klassischen Antworten der abendländischen Philosophie über das Sein und/oder den Logos als den tiefen Sinn der Wirklichkeit als quasi-"totemische" symbolische Antworten aufzufassen, die unsere eigene westliche Identität mit ihrer "onto-rationalistischen" Typologie versinnbildlichen.

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