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Beirut, 9. Juni 1858
Augenblicklich ist es allerdings auch hier unruhig, indem eine
vornehme russische Familie mit einem ungeheuern Train angekommen
ist. Aber die zieht bald wieder fort, und da die eigentliche Reisezeit
vorüber ist, Geschäftsreisende meist in der Stadt einkehren,
so hoffe ich, soll es bald ganz ruhig um mich sein, worauf ich
mich nicht wenig freue, obwol ich mich gegenwärtig hier in
der Ruhe nicht ganz so wohl fühle als während der Reise
auf meinem Pferd, des Nachts in meinem Zelte. Ich schiebe dies
auf die plötzliche Veränderung der Lebensweise und einige
Abspannung, hoffe aber, daß ich mich bald hier ganz acclimatisire.
In Beirut denke ich jedenfalls bis Mitte Juli zu bleiben, zu welcher
Zeit ungefähr Frau Fanny sich wieder nach Jerusalem begibt,
während ich meine Reise über Cypern und Rhodus nach Smyrna
und Konstantinopel fortsetze, wo ich Ende Juli zu sein hoffe.
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